Deutschland Überall — Das Magazin › Foren › Rund ums Forum › Feedback & Technik › Infrarotheizung als Hauptheizung im Neubau – sinnvoll oder nicht?
- Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 1 Woche, 3 Tagen von
AlpenAndi aktualisiert.
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24. September 2026 um 6:31 a.m. Uhr #2083
Miriam LangModeratorHallo zusammen, ich bin hier eigentlich wegen ganz anderer Themen unterwegs, aber ich weiß dass hier viele Leute sind die sich gut auskennen 😄
Wir bauen gerade unser Haus und der Architekt hat Infrarotheizung ins Spiel gebracht – als alleinige Heizung, also keine Fußbodenheizung oder Heizkörper daneben. Ich bin ehrlich gesagt skeptisch. Reicht das wirklich im Winter? Was ist mit Stromkosten, lohnt sich das überhaupt ohne PV-Anlage? Und wie sieht das bei Außentemperaturen unter minus zehn aus? Würde mich freuen wenn jemand echte Erfahrungen hat, nicht nur Prospektwissen.
25. September 2026 um 10:49 p.m. Uhr #2084RuhrpottRalf
TeilnehmerMoin Miriam, ich hab mich da vor zwei Jahren auch intensiv eingelesen weil ein Kumpel von mir das in seinem Neubau verbaut hat. Grundsätzlich funktioniert das schon, aber es hängt sehr stark von der Dämmung ab. Bei einem gut gedämmten Neubau nach aktuellem GEG-Standard ist der Heizbedarf so gering, dass Infrarot tatsächlich ausreicht. Bei älteren Bauten oder schlechter Dämmung wird’s schnell teuer.
Ohne PV würd ich persönlich zweimal nachdenken – der Stromverbrauch ist halt direkt und nicht so einfach wegzurechnen wie bei einer Wärmepumpe mit Wirkungsgrad über 1. Aber technisch spricht nix dagegen wenn die Voraussetzungen stimmen.
26. September 2026 um 6:12 p.m. Uhr #2085HarzHannes
TeilnehmerWir haben bei unserem Neubau letztes Jahr genau das durchgespielt. Am Ende sind wir bei einer Kombination aus Infrarot und kleiner Wärmepumpe gelandet, aber ich hab mich damals lange durch verschiedene Seiten gewühlt. Unter anderem war diese Übersicht zu Moderne Heizsysteme ganz hilfreich, weil da speziell der Neubau-Kontext erklärt wird – also nicht nur allgemeine Infos sondern wirklich bezogen auf Neubauten mit guter Hülle.
Was ich sagen kann: die Strahlungswärme fühlt sich anders an als Konvektionswärme, angenehmer irgendwie. Aber wie Ralf schon sagt, ohne ordentliche Dämmung und idealerweise Photovoltaik würd ich’s nicht als alleinige Lösung nehmen.
27. September 2026 um 6:50 p.m. Uhr #2086AlpenAndi
TeilnehmerKurze Ergänzung noch: fragt euren Energieberater explizit nach dem Jahresheizwärmebedarf eures geplanten Gebäudes. Wenn der unter 40 kWh pro Quadratmeter und Jahr liegt, ist Infrarot als Hauptheizung ein realistisches Szenario. Drüber würd ich nochmal neu rechnen lassen. Die Investitionskosten sind jedenfalls deutlich niedriger als bei Wärmepumpe, das ist ein echter Vorteil gerade wenn das Budget schon eng ist beim Bauen.
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