Kanister für Chemikalien – welches Material nehmen?

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  • #2124
    RuhrpottRalf
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich hoffe das passt hier irgendwie rein, auch wenn’s kein reines Forenthema ist – aber ich weiß nicht wohin sonst damit.

    Ich brauche ein paar Kanister für verschiedene Chemikalien, konkret geht’s um Reinigungsmittel und leicht ätzende Flüssigkeiten für unsere kleine Werkstatt. Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich HDPE nehmen soll, irgendwas aus Edelstahl, oder ob es auch günstigeres Polyethylen tut. Hat jemand da Erfahrung? Worauf muss ich bei der Materialwahl achten, damit das auch wirklich sicher ist und die Kanister nicht nach nem halben Jahr irgendwie ausleiern?

    #2125
    Bernd HoffmannBernd Hoffmann
    Moderator

    Für ätzende Reinigungsmittel würde ich auf jeden Fall HDPE nehmen (High-Density-Polyethylen). Das ist säurebeständig, robust und deutlich günstiger als Edelstahl. Edelstahl lohnt sich eigentlich nur wenn du mit Lösungsmitteln arbeitest, die wirklich aggressiv auf Kunststoff gehen – etwa Aceton oder chlorierte Verbindungen.

    Wichtig: Schau auf die UN-Zulassung wenn du die Sachen transportieren willst, dann bist du auf der sicheren Seite. Und lass die Kanister nie in der prallen Sonne stehen, das macht selbst gutes HDPE auf Dauer mürbe.

    #2126
    WohnmobilWerner
    Teilnehmer

    Kann Bernd nur zustimmen, HDPE ist fast immer die erste Wahl. Ich hab für unsere Fahrzeugaufbereitung auch lange rumgesucht und bin dann irgendwann bei einem Spezialanbieter gelandet – https://www.huenersdorff.de – die machen eigentlich nichts anderes als Kanister und Behälter für industriellen Einsatz. Da konnte ich auch gezielt nach Chemikalienbeständigkeit filtern, was ich sehr praktisch fand. Hab da Kanister für Scheibenreiniger-Konzentrat und pH-Minus für den Pool, läuft seit zwei Jahren problemlos.

    #2127
    Miriam LangMiriam Lang
    Moderator

    Noch ein kleiner Hinweis dazu: Selbst wenn das Material passt, unbedingt auf die Dichtungen achten! Viele günstige Kanister haben Dichtungen aus Gummi, die mit bestimmten Chemikalien einfach nicht verträglich sind. Da lieber nochmal beim Hersteller nachfragen welche Dichtungswerkstoffe verbaut sind (EPDM, Viton etc.). Das wird oft vergessen und dann wundert man sich warum der Kanister nach nem Jahr innen komisch riecht oder undicht wird.

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