WHO-Richtwerte für Luftschadstoffe – macht das für Wanderrouten einen Unterschied?

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  • #2136
    HarzHannes
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich hab letztens gelesen dass die WHO ihre Empfehlungen für Feinstaub und Stickoxide nochmal deutlich verschärft hat – die neuen Grenzwerte liegen ja teilweise um die Hälfte unter dem was in der EU noch gilt. Ich frage mich jetzt ob das für uns als Wanderer überhaupt praktische Konsequenzen hat. Also konkret: Lohnt es sich, bei der Tourenplanung auf die aktuelle Luftqualität zu achten, gerade wenn man in Tallagen oder Ballungsgebieten unterwegs ist? Oder ist das für die paar Stunden die man draußen verbringt eh egal? Bin gespannt was ihr denkt.

    #2137
    AlpenAndi
    Teilnehmer

    Ich nehm das durchaus ernst, besonders im Winter wenn die Inversionswetterlagen im Alpenvorland die Schadstoffe unten halten. An solchen Tagen merkt man beim Aufstieg wirklich den Unterschied – ab einer gewissen Höhe ist die Luft einfach sauberer. Ich plane längere Bergtouren seitdem lieber in der zweiten Tageshälfte wenn sich die Inversionsschicht aufgelöst hat, und meide Tal-Runden wenn Feuerungsperiode ist.

    #2138
    RuhrpottRalf
    Teilnehmer

    Hier im Ruhrpott ist das Thema eh immer präsent, selbst beim Radfahren auf den Haldenrouten. Was die WHO-Verschärfung angeht: ich glaub das macht schon Sinn, auch wenn die Umsetzung politisch ewig dauert. Für die Tourenplanung schau ich inzwischen öfter auf aktuelle Messwerte, hab dafür mal die Seite Feinstaub entdeckt – die zeigt ganz gut was gerade in welcher Region los ist, ohne dass man sich durch Behördenportale klicken muss. War jedenfalls hilfreich als ich mal eine längere Radtour durch die Städte geplant hab.

    #2139
    Miriam LangMiriam Lang
    Moderator

    Danke für den Tipp, kannte ich noch nicht! Und zum Ursprungsthema: Ich finde es grundsätzlich gut dass die Richtwerte strenger werden, auch wenn ich skeptisch bin ob das schnell Wirkung zeigt. Als Wanderin merke ich vor allem an stark befahrenen Pässen oder in der Nähe von Industrie dass die Luft unangenehm ist – da brauche ich keine Messwerte um zu spüren dass was nicht stimmt. Trotzdem ist es natürlich sinnvoll das zu messen und politisch Druck zu machen.

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