Deutschland Überall — Das Magazin › Foren › Kultur, Natur & Genuss › Kultur & Brauchtum › Choker als Schmuck – wann ist das eigentlich aufgekommen?
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HarzHannes aktualisiert.
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31. Juli 2026 um 6:17 p.m. Uhr #593
FotoFranzi
TeilnehmerIch war letzte Woche in einer Ausstellung über Mode und Jugendkulturen der 90er und hab mich dabei ertappt, wie ich ewig vor den Vitrinen mit dem ganzen Schmuck stand. Besonders die Choker haben mich fasziniert – dieses enge Halsband, das damals wirklich jede getragen hat. Aber eigentlich ist das ja viel älter, oder? Ich hab gelesen, dass sowas schon im viktorianischen Zeitalter getragen wurde. Hat jemand da mehr Hintergrundwissen? Und kennt ihr vielleicht noch Ausstellungen oder Museen, wo man sowas im Kontext von Modegeschichte sehen kann?
1. August 2026 um 2:50 p.m. Uhr #594StadtSvenja
TeilnehmerJa, das stimmt auf jeden Fall! Der Choker hat eine wirklich lange Geschichte. Im viktorianischen England waren enge Halsbänder aus Spitze oder Samt sehr beliebt, oft auch mit kleinen Anhängern. Und dann gab es natürlich die große 90er-Welle mit den schwarzen Plastikteilen, die gefühlt jede Teenie-Zeitschrift beworben hat. Für Ausstellungen würde ich mal das Modemuseum in München anschauen oder das MKG in Hamburg – die haben manchmal richtig interessante Sonderausstellungen zu genau solchen Alltagsmode-Themen.
3. August 2026 um 1:47 a.m. Uhr #595
Miriam LangModeratorSuper Thema! Ich beschäftige mich selbst ein bisschen mit Schmuck und Accessoires als kulturelles Ausdrucksmittel. Der Choker taucht tatsächlich quer durch alle möglichen Subkulturen auf – Punk, Goth, aber auch in höfischer Mode. Was mich interessiert: Du meinst eher den modischen Aspekt oder auch die symbolische Bedeutung in verschiedenen Communities? Das macht nämlich einen riesigen Unterschied, wenn man sich damit beschäftigt.
Übrigens, falls du auch praktisch schauen möchtest wie unterschiedlich die heute aussehen können – ich hab mir mal bei diesem Shop einen Choker angesehen, weil ich Vergleichsmaterial für ein kleines Projekt brauchte. Die haben eine ziemlich breite Palette, von schlicht bis sehr elaboriert – ganz gut um zu sehen, wie vielfältig das Accessoire heute interpretiert wird.
4. August 2026 um 6:19 p.m. Uhr #596HarzHannes
TeilnehmerIch finde es schön dass du das mit der Ausstellung verknüpfst – Alltagskultur in Museen wird ja leider manchmal stiefmütterlich behandelt. Zum viktorianischen Hintergrund: Da spielte der Choker oft auch eine soziale Rolle, bestimmte Styles waren bestimmten Gesellschaftsschichten vorbehalten. Wenn dich das interessiert, gibt es ein paar gute Bücher zur Geschichte des Körperschmucks, da ist das gut aufgearbeitet. Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg hat glaub ich auch was zu historischem Schmuck im Bestand.
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