Wer kennt das nicht: Die Haut an den Fersen reißt im Winter auf, die Ellbogen fühlen sich rau an wie Schleifpapier, und nach stundenlangem Stehen auf harten Böden brennen die Füße. Normale Bodylotion hilft in solchen Fällen kaum, weil sie für diese spezifischen Anforderungen schlicht nicht ausgelegt ist. Genau hier setzt ein Pflegesystem an, das ursprünglich aus der medizinischen Versorgung stammt und inzwischen auch im Alltag vieler Menschen fest verankert ist.
Woher kommt der Unterschied zu gewöhnlicher Hautpflege?
Standardcremes enthalten oft hohe Wasseranteile. Das fühlt sich beim Auftragen angenehm an, der Effekt verpufft jedoch schnell, weil Wasser verdunstet und die eigentliche Feuchtigkeit der Haut dabei manchmal sogar entzieht. Produkte für stark beanspruchte Haut müssen anders aufgebaut sein. Sie brauchen Wirkstoffe, die in tiefere Hautschichten eindringen, und eine Trägersubstanz, die das ermöglicht, ohne die Poren zu verstopfen.
Allpresan arbeitet mit einer Schaum-Mousse-Technologie, die auf Perfluorcarbon-Verbindungen basiert. Diese Verbindungen sind extrem sauerstoffreich, was die Sauerstoffversorgung der Haut verbessert und den Heilungsprozess bei kleinen Rissen beschleunigt. Die Konsistenz des Schaums erlaubt eine gleichmäßige Verteilung auch auf unebenen Hautpartien, etwa zwischen den Zehen oder an den Knöcheln, ohne dass man große Mengen Produkt braucht.
Spezialisierung statt Universalversprechen
Das Sortiment folgt einem klaren Prinzip: Nicht ein Produkt für alles, sondern gezielte Formeln für unterschiedliche Hautzustände. Das macht die Auswahl im ersten Moment unübersichtlich, zahlt sich in der Praxis aber aus. Die Produktlinien unterscheiden sich nach Intensitätsstufen und Anwendungsbereichen.
- Fußpflege-Schäume in verschiedenen Stärken, von leichter täglicher Pflege bis hin zu intensiven Formulierungen für Diabetiker oder Patienten mit stark verhornter Haut
- Körperpflege-Schäume für Arme, Beine und den Rumpfbereich, besonders gefragt bei trockener Haut durch Medikamente oder Erkrankungen wie Neurodermitis
- Spezialprodukte für Problemzonen wie Nagelpflege oder die empfindliche Haut älterer Menschen, die deutlich weniger Talg produziert als junge Haut
Besonders der Bereich Diabetische Fußpflege ist medizinisch relevant. Bei Diabetes mellitus ist die Durchblutung der Füße oft eingeschränkt, kleine Wunden heilen schlechter, und das Risiko für ernsthafte Komplikationen steigt erheblich. Produkte ohne alkoholhaltige Konservierungsstoffe und mit einem hautneutralen pH-Wert von etwa 5,5 sind hier keine Komfortfrage, sondern medizinische Notwendigkeit.
Was steckt in den Formeln?
Neben der Perfluorcarbon-Basis enthalten die Schäume Harnstoff, auch Urea genannt, in unterschiedlichen Konzentrationen. Urea ist einer der am besten erforschten Wirkstoffe in der Dermatologie. Bei einer Konzentration von 5 bis 10 Prozent wirkt er feuchtigkeitsbindend, ab etwa 20 Prozent auch keratolytisch, das heißt, er löst verhornte Hautschichten auf. Für sehr harte, verdickte Haut an den Fußsohlen kommen daher Produkte mit höherem Urea-Anteil zum Einsatz.
Ergänzt werden diese Wirkstoffe durch Panthenol, das die Hautregeneration fördert, und durch spezifische Lipide, die die Schutzbarriere der Haut stärken. Wer auf der Webseite von Allpresan stöbert, findet zu jedem Produkt eine genaue Wirkstoffbeschreibung und Hinweise darauf, für welchen Hauttyp und welche Beschwerden das jeweilige Mittel entwickelt wurde.
Praktische Anwendung: Wann und wie?
Die Schaumtextur trocknet schneller als herkömmliche Cremes, was den morgendlichen Einsatz deutlich angenehmer macht. Keine klebrigen Socken, kein rutschiger Fußboden. Die empfohlene Anwendungshäufigkeit variiert je nach Produkt und Hautzustand, liegt aber für die tägliche Pflege meist bei einmal morgens und einmal abends.
Ein häufiger Fehler: Zu wenig Produkt verwenden und gleichzeitig zu grob einmassieren. Der Schaum entfaltet seine Wirkung am besten, wenn man ihn sanft einarbeitet, ohne die Haut zu reizen. Besonders bei rissigen Fersen empfiehlt sich zudem eine kurze Vorbehandlung mit einem Bimsstein oder einem Hornhautentferner, bevor das Pflegeprodukt aufgetragen wird. Die Wirkstoffe können so tiefer eindringen.
Für wen sind diese Produkte besonders geeignet?
Die Ursprünge von Allpresan liegen in der professionellen Pflege, konkret in der Podologie und in der klinischen Versorgung. Das erklärt, warum viele Produkte ursprünglich für Pflegeberufe entwickelt wurden und heute auch in Rehakliniken und Pflegeheimen eingesetzt werden. Doch der Bedarf besteht weit über diesen Bereich hinaus.
- Menschen mit Diabetes, die auf durchblutungsfördernde und schonende Fußpflege angewiesen sind
- Ältere Menschen ab etwa 60 Jahren, deren Haut durch den natürlichen Rückgang der Talgproduktion trockener und empfindlicher wird
- Personen, die beruflich lange stehen oder laufen, etwa im Einzelhandel, in der Gastronomie oder auf dem Bau
- Sportler, die ihre Füße intensiv belasten und häufig mit Blasen, Hornhaut oder Pilzinfektionen kämpfen
- Patienten, die Chemotherapie erhalten, da diese Behandlung die Haut oft extrem austrocknet und empfindlich macht
Einordnung und Fazit
Trockene Haut ist in vielen Fällen keine Kleinigkeit, sondern ein Symptom, das behandelt werden sollte. Risse an den Fersen können sich infizieren, anhaltend schuppige Haut an den Unterschenkeln kann auf systemische Erkrankungen hinweisen, und schlecht versorgte Diabetikerfüße sind ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. Produkte, die diese Problemzonen gezielt ansprechen, schließen eine Lücke zwischen allgemeiner Körperpflege und medizinischer Behandlung.
Das Konzept überzeugt vor allem durch seine Konsequenz: Statt breiter Versprechungen gibt es klare Indikationen, nachvollziehbare Wirkstoffe und eine Textur, die sich von herkömmlichen Cremes deutlich unterscheidet. Wer einmal mit einem spezialisierten Schaum gearbeitet hat, wechselt selten zurück zu Standard-Lotionen. Der Preis liegt im gehobenen Drogeriemarkt-Segment, was sich aber relativiert, wenn man bedenkt, wie wenig Produkt pro Anwendung nötig ist.
Letztlich geht es um einen einfachen Grundsatz: Die richtige Pflege für die richtige Hautstelle. Was trivial klingt, macht in der Praxis einen spürbaren Unterschied.


