24h-Pflege zuhause – hat jemand Erfahrungen damit?

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  • #783
    Bernd HoffmannBernd Hoffmann
    Moderator

    Hallo zusammen, ich wende mich mal hier ans Forum auch wenn das eigentlich kein Reisethema ist – aber ich weiß nicht wo ich sonst fragen soll. Meine Mutter (82) kommt nach einem Sturz nicht mehr alleine klar, braucht eigentlich rund um die Uhr jemanden. Ein Pflegeheim kommt für sie absolut nicht in Frage, sie will unbedingt zuhause bleiben. Wir als Familie können das nicht alles auffangen. Hat jemand von euch Erfahrungen mit 24-Stunden-Pflege zuhause? Wie läuft das organisatorisch, was kostet das ungefähr und worauf muss man achten? Bin für jeden Hinweis dankbar.

    #786
    Katrin SeidelKatrin Seidel
    Moderator

    Das kenne ich – mein Vater war in einer ähnlichen Situation. Bei der 24h-Pflege zuhause gibt es grundsätzlich zwei Modelle: entweder über eine Agentur, die Pflegepersonen (meist aus Osteuropa) vermittelt, oder man stellt selbst jemanden an. Beim Agenturmodell läuft das oft so, dass die Pflegekraft für ein paar Wochen kommt, dann wird gewechselt. Kosten liegen grob zwischen 2.000 und 3.500 Euro im Monat je nach Anbieter und Pflegegrad. Wichtig ist, auf seriöse Verträge zu achten und zu klären, ob die Person sozialversicherungsrechtlich korrekt beschäftigt ist – da gibt es leider viele schwarze Schafe.

    #787
    RuhrpottRalf
    Teilnehmer

    Wir haben das bei meiner Schwiegermutter vor zwei Jahren durchgemacht. Ich kann das bestätigen was Katrin sagt, die Agenturlösung ist am verbreitetsten. Schau dir aber auch mal Angebote an wo ein deutscher Pflegedienst die Koordination übernimmt, das gibt einem mehr Sicherheit wenn mal was nicht klappt. Wir haben damals über eine Seite zur Alternative zum pflegeheim erste Infos bekommen, da wird das ganz gut erklärt wie das rechtlich und praktisch funktioniert. Hat uns zumindest geholfen, die richtigen Fragen zu stellen bevor wir Angebote eingeholt haben.

    #788
    Miriam LangMiriam Lang
    Moderator

    Noch ein praktischer Tipp: Unbedingt den Pflegegrad beantragen falls noch nicht geschehen, das kann einen Teil der Kosten abfedern (Pflegegeld oder Sachleistungen). Und redet mit dem Hausarzt, der kann manchmal gute lokale Kontakte empfehlen. Für eure Mutter ist es außerdem wichtig, dass die Chemie mit der Pflegekraft stimmt – am besten erst mit einer Probezeit von ein paar Wochen starten bevor man sich langfristig bindet.

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