Deutschland Überall — Das Magazin › Foren › Kultur, Natur & Genuss › Kultur & Brauchtum › Altes Fachwerkhaus restaurieren – welche Baustoffe sind authentisch?
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Miriam Lang aktualisiert.
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2. August 2026 um 9:39 p.m. Uhr #677
HarzHannes
TeilnehmerHallo zusammen, ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Geschichte alter Fachwerkhäuser in der Harzregion und bin dabei auch selbst in der glücklichen Lage, ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert zu sanieren. Mich interessiert vor allem, welche Baustoffe damals typisch waren und ob man die heute noch irgendwo bekommt – also Lehmputz, Naturkalk, Holzbalken in der richtigen Qualität usw. Hat jemand Erfahrungen damit, wo man sich da informiert oder einkauft, ohne dass man direkt in die Falle von modernen Ersatzmaterialien tappt?
3. August 2026 um 1:56 p.m. Uhr #678
Bernd HoffmannModeratorDas ist ein spannendes Thema! Ich hab mich vor ein paar Jahren auch damit beschäftigt, als ich einen Artikel über die Denkmalpflege im Weserbergland geschrieben hab. Grundsätzlich gilt: für Fachwerkgefache war Lehm mit Stroh- oder Hanffasern Standard, und als Außenputz kam fast ausschließlich Kalkputz zum Einsatz – kein Zement, der lässt nämlich das Holz nicht mehr arbeiten und es entstehen Risse. Denkmalbehörden vor Ort können oft auch Adressen von Fachbetrieben nennen, die auf historische Materialien spezialisiert sind. Lohnt sich auf jeden Fall, dort erstmal anzurufen bevor man irgendetwas kauft.
5. August 2026 um 2:07 a.m. Uhr #679WohnmobilWerner
TeilnehmerIch bin zwar eher mit dem Wohnmobil unterwegs, aber wir haben vor zwei Jahren unser altes Haus in der Eifel kernsaniert und dabei genau das gleiche Problem gehabt. Für die Lehmputze und Naturkalke haben wir damals bei heim-baustoffe.de geschaut – die haben ein ordentliches Sortiment an historischen Baustoffen und auch ganz vernünftige Produktbeschreibungen, sodass man versteht wofür was geeignet ist. Hat uns zumindest beim Vergleichen und Einlesen sehr geholfen bevor wir dann beim lokalen Baustoffhändler konkret nachgefragt haben.
6. August 2026 um 9:52 a.m. Uhr #680
Miriam LangModeratorErgänzend noch: schau dir unbedingt mal die Förderrichtlinien deines Bundeslandes an. In Sachsen-Anhalt und auch in Thüringen gibt es teils gute Zuschüsse für denkmalgerechte Sanierung, wenn man nachweislich historische Materialien verwendet. Da lohnt es sich wirklich, die Rechnungen und Materialbelege sauber aufzuheben. Und falls du konkret Handwerker suchst – die Handwerkskammer hat oft eine Liste mit Betrieben, die auf Fachwerkrestaurierung spezialisiert sind. Das ist manchmal der einfachste Weg, weil die wissen dann auch genau was sie brauchen.
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