Atemübungen beim Wandern – bringt das wirklich was?

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  • #1688
    HarzHannes
    Teilnehmer

    Ich bin jetzt schon ein paar Jahre im Harz unterwegs und merke, dass mir längere Aufstiege immer noch mehr zu schaffen machen als ich eigentlich möchte. Ein Kumpel hat mir empfohlen, bewusstes Atmen beim Gehen zu üben – irgendwas mit Rhythmus und Technik. Klingt erstmal komisch, aber er schwört drauf. Hat jemand von euch das schon ausprobiert? Geht es dabei eher um klassische Atemübungen aus dem Yoga, oder gibt es da spezifischere Sachen fürs Wandern? Würde mich freuen, echte Erfahrungen zu hören statt nur Theorie.

    #1689
    AlpenAndi
    Teilnehmer

    Ja, das kenne ich gut! Ich hab beim Bergsteigen in den Alpen gemerkt, dass gezieltes Atmen wirklich einen Unterschied macht – vor allem bei steileren Passagen. Die Grundidee ist, den Atemrhythmus an die Schritte anzupassen, z.B. vier Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen. Klingt simpel, aber man muss erstmal lernen, nicht in Panik zu verfallen wenn’s steiler wird und dann hektisch zu schnaufen. Ich hab mir das zunächst einfach selbst beigebracht, mit ein bisschen Übung klappt es ganz gut.

    #1690
    KuestenKerstin
    Teilnehmer

    Ich hab mich vor zwei Jahren intensiver damit beschäftigt, weil ich nach langen Küstenwanderungen immer so komisch unruhig war – klingt seltsam, aber irgendwie konnte ich danach nicht abschalten. Dabei bin ich über Breathwork gestolpert, also strukturierte Atemarbeit, die über das reine Wanderatmen hinausgeht. Ich hab dort einige Infos gefunden und mir dann einen kleinen Kurs gesucht. Seitdem ist das für mich fester Bestandteil, auch als Vorbereitung bevor ich längere Touren angehe. Für den Ausdauer-Aspekt den du beschreibst könnte das tatsächlich hilfreich sein.

    #1691
    Miriam LangMiriam Lang
    Moderator

    Interessanter Thread! Ich würde noch ergänzen: gerade bei langen Touren lohnt es sich, auch auf die Nasenatmung zu achten. Viele wechseln bei Belastung automatisch in die Mundatmung, aber das macht auf Dauer müder. Klingt trivial, ist aber schwieriger als gedacht wenn man wirklich am Limit ist. Vielleicht einfach erstmal damit anfangen und schauen ob das schon was verändert – der Einstieg muss ja nicht gleich ein ganzer Kurs sein.

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