Deutschland Überall — Das Magazin › Foren › Rund ums Forum › Feedback & Technik › LED-Systeme gewerblich: Worauf kommt’s bei der Lichtausbeute an?
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Miriam Lang aktualisiert.
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2. August 2026 um 7:55 p.m. Uhr #673
RuhrpottRalf
TeilnehmerHallo zusammen, ich weiß, das ist eigentlich ein Reise-Forum, aber ihr seid technisch fit und ich frag trotzdem mal – vielleicht hat hier jemand Erfahrung im gewerblichen Bereich.
Wir renovieren gerade unsere Werkstatt und ich bin total verwirrt von den verschiedenen LED-Systemen. Alle versprechen mega Lichtausbeute, aber die Angaben in Lumen pro Watt schwanken zwischen 100 und 180 lm/W – das ist doch ein riesiger Unterschied. Wie unterscheide ich da seriöse Systeme von Blendwerk? Und was spielt neben dem Chip noch eine Rolle für die reale Lichtausbeute?
4. August 2026 um 12:25 p.m. Uhr #674
Bernd HoffmannModeratorDie Frage ist eigentlich gar nicht so verkehrt hier, wir haben ja auch das Feedback-Forum für sowas 😉
Also bei der Lichtausbeute schaust du am besten nicht nur auf den Chip alleine. Der Treiber (also das Netzteil/Vorschaltgerät) frisst je nach Qualität nochmal 10–20% der Effizienz weg, das wird gerne verschwiegen. Außerdem spielt die Wärmeabfuhr eine riesige Rolle – wenn der Chip zu warm wird, sinkt die Ausbeute drastisch und die Lebensdauer leidet. Frag beim Anbieter immer nach dem Systemwirkungsgrad, nicht nur nach dem Chip-Wirkungsgrad. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
6. August 2026 um 2:59 p.m. Uhr #675HarzHannes
TeilnehmerBernd hat Recht mit dem Systemwirkungsgrad, das ist wirklich der entscheidende Punkt. Ich hab bei unserer Lagerhalle damals lange recherchiert und bin dabei auf einen ziemlich guten Überblick gestoßen – unter dem Stichwort Lichtmanagement hab ich damals Infos gefunden, die mir wirklich geholfen haben zu verstehen, welche Komponenten zusammenspielen müssen damit die Anlage im Alltag auch das hält was sie verspricht.
Was mich außerdem überrascht hat: die Optik/Linse beeinflusst die nutzbare Lichtausbeute am Arbeitsplatz enorm. Ein System mit 160 lm/W aber schlechter Streucharakteristik kann schlechter abschneiden als eines mit 130 lm/W und guter Optik – kommt halt drauf an was du beleuchten willst.
7. August 2026 um 4:57 p.m. Uhr #676
Miriam LangModeratorNoch ein Tipp aus eigener Erfahrung: Lass dir unbedingt ein Dialux-Gutachten zeigen. Seriöse Anbieter simulieren die Beleuchtungssituation vorab und du siehst genau, welche Beleuchtungsstärke (Lux) auf der Arbeitsfläche ankommt. Da kannst du verschiedene Systeme direkt vergleichen – unabhängig von den Hochglanz-Prospektwerten. Für Werkstätten gilt übrigens EN 12464-1 als Norm, die schreibt Mindestwerte vor. Das als Referenz nehmen und anhand echter Simulationen entscheiden ist das solideste Vorgehen.
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