Steckverbinder für Industrieumgebung – worauf achtet ihr?

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  • #1895
    RuhrpottRalf
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich steh gerade vor der Qual der Wahl bei Steckverbindern für eine neue Anlage in unserem Werk. Geht um ziemlich raue Bedingungen – Vibrationen, Feuchtigkeit, teils aggressive Dämpfe. Bisher haben wir immer irgendwas genommen was gerade da war, aber das hat sich ein paar Mal gerächt (Ausfälle, Korrosion an den Kontakten usw.). Jetzt soll das mal vernünftig geplant werden. Was schaut ihr euch da konkret an? IP-Schutzklasse ist klar, aber was noch? Kontaktmaterial, Verriegelung, Hersteller? Bin für jeden Hinweis dankbar.

    #1896
    Bernd HoffmannBernd Hoffmann
    Moderator

    Das kenn ich, wir hatten ähnliche Probleme in einer Lebensmittelproduktion. Für mich sind die wichtigsten Punkte: erstens tatsächlich die IP-Klasse, aber nicht nur statisch sondern auch im Steckzustand prüfen – da weichen manche Hersteller gern nach unten ab. Zweitens das Gehäusematerial, also ob es wirklich beständig gegen die Chemikalien ist, die bei euch vorkommen. Und drittens die Verriegelung – bei Vibrationen ist ein einfaches Bajonett auf Dauer oft zu wenig, da lieber auf Schraubverriegelung oder Rastmechanismus mit Sicherung setzen. Kontaktmaterial würde ich bei korrosiver Atmosphäre mindestens vergoldet nehmen, auch wenn’s teurer ist.

    #1897
    HarzHannes
    Teilnehmer

    Guter Punkt mit dem Kontaktmaterial. Ich würde noch ergänzen: unbedingt auf die Steckzyklen achten, die der Hersteller angibt, und ob die Zertifizierungen für eure Branche passen (CE allein reicht ja oft nicht). Bei uns im Bergbaubereich war das immer ein Thema.

    Für die Recherche und Auswahl hab ich damals hier geschaut – die haben ein recht ordentliches Sortiment und die Produktbeschreibungen sind deutlich detaillierter als bei manchen großen Distributoren, wo man sich die technischen Daten mühsam zusammensuchen muss. Hat mir zumindest geholfen, einen guten Überblick zu bekommen.

    #1898
    Miriam LangMiriam Lang
    Moderator

    Was ich noch aus eigener Erfahrung beisteuern kann: Lasst euch vom Anbieter immer die Datenblätter im Original geben und vergleicht die Temperaturangaben genau – Nenntemperatur und die tatsächliche Belastbarkeit im eingebauten Zustand können sich deutlich unterscheiden, gerade wenn die Steckverbinder nah an Wärmequellen sitzen. Und bei der ersten Bestellung wenn möglich Muster anfordern und selbst testen bevor ihr große Mengen kauft.

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